Wo gehört der Kopf denn wirklich hin?

Viele Trainer aus dem klassischen und Dressurbereich halten die Aufrichtung für absolut wichtig – Trainer aus dem Westernbereich erzählen gerne, dass Aufrichtung was für Warmblüter und Dressursport sei und in der Westernreiterei nicht wichtig wäre. „Ein Quarter Horse hat für eine Aufrichtung einen viel zu tiefen Halsansatz – die laufen halt mit der Nase im Sand“, bekommt man da nicht selten zu hören. Doch was ist Aufrichtung überhaupt? Bestimmt in der Tat der Kopf den Grad der Aufrichtung?

Kopf oder Schulter? Das ist hier die Frage!

Geht man von der eingangs erwähnten These aus, dann wäre es der Kopf, der die Aufrichtung bestimmt. Dies würde aber bedeuten, dass jedes Pferd, das den Kopf hoch trägt, optimal aufgerichtet wäre. Dies trifft dann sicher auch auf einen Friesen oder einen Araber zu, vor allem wenn dieser mit ebenso hoch gestelltem (aufgerichtetem) Schweif und prustend über den Platz schwebt. Hier zeigt sich bereits, dass es nicht der Kopf als solches ist und vor allem nicht dessen Höhe, die die Aufrichtung bestimmt. Auch der Hals alleine kann es nicht sein, da ja wirklich alle Pferde aufgerichtet laufen können und das in einem guten, gymnastizierenden Training auch müssen, egal welchen Halsansatz sie haben. Was nun im vorderen Gebäudeteil des Pferdes bleibt, ist eigentlich nur noch die Schulter. Und hier sind wir nun auch auf der richtigen Spur. Doch schauen wir uns erst einmal die Definition von Aufrichtung genauer an.

Mehr im HORSEMAN März 2018

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