Nicht selten sieht man Reiter, die versuchen, ihre Pferd in bestimmte Rahmen zu pressen, Lektionen zu trainieren und in spezielle Disziplinen zu drängen. Meist ist der Grund dafür der Mensch, der an dieser Disziplin Gefallen gefunden hat und leider oft auch denkt, dafür genau das richtige Pferd gefunden und gekauft zu haben. „Der wird jetzt Pleasure angeritten, der ist ja schließlich Zippo-Pine-Bar-gezogen – da liegt die Veranlagung schon im Papier!“ Oder: „ Den reiten wir Reining an!“ Leider wird das so auch immer wieder umgesetzt. Ebenso oft scheitert es dann aber doch und der „blöde Gaul eignet sich gar nicht dafür!“. Manch ein Pferd stumpft infolgedessen völlig ab und versucht, die geforderten Lektion und Manöver irgendwie zu bewältigen.

Andere Variante:
Mann oder Frau produziert das so genannte Problempferd, das sich widersetzlich zeigt oder gar gefährlich wird. Woran liegt das? Was kann man besser machen? Und: Muss ein Pferd nicht alles können? Die letzte Frage lässt sich schon mal ganz klar beantworten: JA und doch NEIN! Jedes Pferd kann im Prinzip alles Springen, Western, Dressur, Distanz und was es noch so alles gibt – aber alles nur in einem gewissen Rahmen. Dieser Rahmen wird vom Exterieur und vom Charakter bestimmt. Und dieser Rahmen hat nicht unbedingt etwas mit Rasse oder Zuchtlinie allein zu tun, sondern mit dem Individuum Pferd.

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